Wo die Energie im Haus hingeht
In einem Einfamilienhaus mit Gas- oder Ölheizung entfällt der größte Teil des Energieverbrauchs auf Heizung und Warmwasser, nicht auf Haushaltsstrom. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch beim Haushaltsstrom (Richtwert HTW Berlin: von rund 30 % auf 60–80 %). An der Heizrechnung ändert er nichts, solange die Heizung mit Gas oder Öl läuft.
Gegenüberstellung
| Batteriespeicher | Wärmespeicher in der Heizzentrale | |
|---|---|---|
| Speichert | Strom | Wärme (Thermofluid, ca. 16 l – Herstellerangabe) |
| Senkt | Stromkosten im Haushalt | Heizkosten: ersetzt Gas, Öl oder Netzstrom zu teuren Stunden |
| Lädt aus | PV-Überschuss | PV-Überschuss und günstige Tarifstunden |
| Wirkt im Winter | wenig, da wenig PV-Ertrag | ja – über günstige Tarifstunden oder hybrid |
| Für den Fachbetrieb | Standardposition im PV-Angebot | zusätzlicher Heizungsauftrag beim selben Kunden |
Quellen: HTW Berlin: Unabhängigkeitsrechner · Solarserver: PV-Markt im ersten Halbjahr 2026 (17.07.2026). Stand: 08.10.2026.
Die Kombination verkauft sich am besten
Der Batteriespeicher boomt – im ersten Halbjahr 2026 stieg der Speicherzubau um rund 76 %, während der PV-Zubau bei Hausdächern zurückging. Wer zusätzlich zum Batteriespeicher die Heizung anbietet, verkauft nicht gegen den Trend, sondern verlängert ihn: Der Kunde nutzt seinen Solarstrom für Strom und Wärme.
Ehrlich gerechnet: Die Impulstherme wandelt Strom 1:1 in Wärme. Eine Wärmepumpe macht aus 1 kWh Strom 2–4 kWh Wärme. Pro kWh Wärme braucht die Impulstherme also mehr Strom. Bei hohem Wärmebedarf und normalem Strompreis sind die laufenden Kosten deshalb höher als bei Wärmepumpe oder Gas. Ihr Vorteil liegt woanders: deutlich geringere Anschaffung als eine Wärmepumpe, keine Außeneinheit, Montage an einem Tag (Herstellerangabe) und ein Speicher, der gezielt dann lädt, wenn Strom billig oder vom eigenen Dach kommt.
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Stand: 08.10.2026 · Heizungskonzepte Deutschland · Herstellerangaben sind als solche gekennzeichnet.